Wohlfühlfaktor Raumluft – (1/3)

Untersuchungen haben ergeben, dass rund 1/3 aller Arbeitsplätze in vielerlei Hinsicht nicht optimal gestaltet sind. Oft hat die schlechte Qualität der Raumluft in Büros negative Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden. Dabei bedarf es im Büro nicht unbedingt aufwändiger Technik, um das Raumklima nachhaltig zu verbessern. In vielen Fällen ist die Luft insbesondere in den Wintermonaten zu trocken.

In der Artikelserie „Wohlfühlfaktor Raumluft“ erfahren Sie nicht nur, weshalb es der Raumluft häufig an Feuchtigkeit mangelt und welche Auswirkungen dies auf die Menschen im Büro haben kann, sondern bekommen auch konkrete Hinweise, auf welche Weise Sie die Bedingungen verbessern können – bis hin zu anschaulichen Praxisbeispielen.

Mitarbeiter müssen sich bei der Arbeit wohlfühlen. Die richtige Arbeitsumgebung ist eine Grundvoraussetzung für das Wohlbefinden und damit die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter.

Eine durchdachte Gestaltung des Arbeitsplatzes kann Motivation, Leistungsfähigkeit und Gesundheit positiv beeinflussen. Das Raumklima ist einer der entscheidenden Faktoren, die das Wohlbefinden beeinflussen. Ausreichende Frischluftzufuhr, die richtige Temperatur und ein gute Raumluftqualität sind wichtige Aspekte für die Zufriedenheit und das Wohlfühlen am Arbeitsplatz. Die optimale Luftfeuchte als „Wohlfühlfaktor“ wird dabei häufig unterschätzt.
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Die Luftfeuchtigkeit ist unter anderem abhängig von der Raumtemperatur. Der Zusammenhang zwischen Temperatur und relativer Luftfeuchte erklärt sich am besten über ein Beispiel: In einem nach Außen geschlossenen Raum herrscht eine konstante absolute Luftfeuchtigkeit. Es kann weder Wasser an die Umgebung abgegeben werden, noch wird Wasser an diese abgegeben. Wenn man nun die Temperatur im Raum erhöht, sinkt die relative Luftfeuchtigkeit weil die erwärmte Heizungsluft mehr Wasserdampf aufnehmen kann als der Raum beinhaltet. Das Öffnen der Fenster und Türen trägt dann zu einer weiteren Absenkung der relativen Luftfeuchtigkeit im Raum bei, da durch den höheren Dampfdruck der wärmeren Innenluft die verbleibende Restfeuchte des Innenraumes ins Freie „gedrückt“ wird.
Aus diesem Grund sind Innenräume ohne aktive Luftbefeuchtung besonders während der Heizperioden extrem trocken.
Eine Befragung von über 4.500 Bürobeschäftigten im Rahmen des ProKlima-Projektes bestätigt den Einfluss der Raumluftfeuchte auf das subjektive Raumklima: 79,5% der Befragten gaben „zu trockene Luft“ als negativ empfundenen raumklimatischen Aspekten, mit 57,1 % folgten „zu warm“ und mit 48,1 % „verbrauchte Luft“.

Doch nicht nur das subjektive Wohlbefinden wird durch eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit beeinflusst sondern auch die Gesundheit am Arbeitsplatz. Dieser Aspekt wird in Fachkreisen unterschiedlich bewertet und kontrovers diskutiert. Eine Stellungnahme des Fachausschusses „Einwirkungen und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren“ (PDF) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), der Auswertungen von Studien über den Zeitraum von 1960 bis 2004 zu Grunde liegen, zeigt auf, dass keine eindeutigen Nachweise erzielt werden konnten, die eine rechtlich verbindliche Mindestluftfeuchte begründen würden.

Im nächsten Teil dieser Reihe werden die möglichen Auswirkungen von zu niedriger Luftfeuchtigkeit näher betrachtet.


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